Dieser Beitrag dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine ärztliche, pflegefachliche oder rechtliche Beratung. In Notfällen wählen Sie 112.
Welche Klinik für neurologische Frührehabilitation Phase B Beatmung, Weaning und Schlucktherapie vorhält, zeigt diese Übersicht: Zehn Kliniken belegen das auf der eigenen Website oder in einer eigenen Pressemitteilung, geordnet nach Bundesland. Phase B ist Krankenhausbehandlung für Menschen, die nach Schlaganfall, Hirnblutung, Schädel-Hirn-Trauma oder Sauerstoffmangel noch intensivmedizinisch überwacht werden müssen und oft beatmet sind oder eine Trachealkanüle tragen. Für Familien zählt deshalb nicht allein die Bezeichnung Phase B, sondern ob die Klinik diese drei Leistungen tatsächlich anbietet. Das Krankheitsbild und die Prognose erklären die Beiträge zum hypoxischen Hirnschaden und zum Wachkoma; hier geht es um die Frage, wo behandelt wird. Eine Empfehlung für einen bestimmten Patienten ist damit nicht verbunden: Die Auswahl der Klinik treffen die behandelnden Ärztinnen gemeinsam mit den Angehörigen und dem Sozialdienst. Wie die Phasen A bis F der neurologischen Rehabilitation aufgebaut sind, erklärt der Beitrag zur neurologischen Frührehabilitation Phase B; dieser Überblick nennt die Kliniken.
Klinik für neurologische Frührehabilitation Phase B: Kriterien der Übersicht
Aufgenommen sind Kliniken, die auf ihrer eigenen Website oder in einer eigenen Pressemitteilung Phase B und die Behandlung beatmeter Patienten beschreiben (Stand: Oktober 2026). Verglichen werden vier Merkmale: Phase-B-Einheit mit Beatmungsmöglichkeit, Weaning (Entwöhnung vom Respirator), Trachealkanülen- und Dysphagiemanagement sowie die Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation (DGNR) als Zentrum für Beatmungsentwöhnung in der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation (NNFR). Die Reihenfolge richtet sich nach dem Bundesland und ist keine Wertung. Nennt eine Seite ein Merkmal nicht, steht das so in der Übersicht. Die Liste ist nicht vollständig: Es gibt weitere Kliniken mit Phase-B-Einheit. Als Quelle zählen Seiten und Pressemitteilungen der Träger selbst. Bettenzahlen, Zertifizierungsdaten und Teamgrößen ändern sich, deshalb steht bei jeder Angabe das Datum der Mitteilung, und im Zweifel fragen Sie die Klinik selbst. Preise, Wartezeiten und Aufnahmequoten nennen wir nicht, weil keine Klinik sie einheitlich veröffentlicht.
Die DGNR-Zertifizierung ist seit dem 1. Oktober 2021 möglich und wird zusammen mit dem TÜV Rheinland vergeben. Nach dem Fachartikel von Groß et al. (Der Nervenarzt 2021) verlangt sie unter anderem mindestens 40 Weaning-Behandlungen pro Jahr, der Nachweis von FEES-Expertise durch ein FEES-Zertifikat und schriftliche Konzepte für Atemwegs-, Weaning-, Trachealkanülen- und Dysphagiemanagement; als Prozesskriterium gelten mindestens 300 Therapieminuten am Tag. Die WennFrüh-Studie der DGNR erfasste für 2019 36 Weaning-Einheiten in 11 Bundesländern mit 496 Betten; bei den 20 Einrichtungen mit vollständigen Angaben wurden 83,3 Prozent von 2.516 dokumentierten Fällen primär erfolgreich entwöhnt, Dysphagietherapie gab es in 35 und FEES in 34 der 36 Einheiten. Die Zahlen beschreiben das Feld insgesamt, nicht eine einzelne Klinik.
Die Leitlinie 080-002 der DGNR (Version 2.1, Stand Juli 2025) nennt für beatmete Patienten der NNFR eine Dekanülierung bei etwa 55 bis 60 Prozent, eine Beatmungsentwöhnung bei 65 bis 85 Prozent und eine Mortalität von 17 bis 20 Prozent. Das sind Spannen aus dem Fachkreis und keine Prognose für einen einzelnen Menschen. Zum Einordnen hilft das Phasenmodell der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR): Phase A ist die Akutbehandlung, Phase B die Frührehabilitation, in der noch intensivmedizinische Maßnahmen vorgehalten werden, Phase C die Rehabilitationsphase, in der die Patienten bereits in der Therapie mitarbeiten können, aber noch kurativmedizinisch und mit hohem pflegerischen Aufwand betreut werden müssen. Das Modell gibt keinen festen zeitlichen Ablauf vor, Phasen können übersprungen werden. Für die Verlegung in Phase C verlangt die BDH-Klinik einen Antrag bei der Krankenkasse mindestens 3 bis 5 Werktage vor dem Termin. Die Diagnosen hinter der Phase B erklären die Beiträge zu Schlaganfall, Koma und Langzeitbeatmung; die Kanüle beschreibt der Beitrag zum Tracheostoma.
Nach Phase B: Weg in die Versorgung, Rolle der Intensivpflege-Beratung
Für die Zeit nach der Frührehabilitation bietet die Intensivpflege-Beratung eine kostenfreie, unabhängige Vermittlung. Sie ist keine Klinik und kein Pflegedienst, nimmt keine Patienten auf und gibt keine medizinischen Empfehlungen. Die Verlegung in die Frührehabilitation organisieren die behandelnde Klinik und die aufnehmende Einheit. Die Vermittlung hilft bei der Frage, die danach kommt: Wohin geht der Weg nach Phase B, wenn weiterhin Beatmung oder Kanüle nötig sind? Dafür gibt es den Anspruchs-Check, den Fragebogen zur Vermittlung und die Seite zum Überleitungsmanagement. Der Sozialdienst der Klinik ist der erste Ansprechpartner für Verlegung und Kostenübernahme; die Vermittlung ergänzt ihn für die Zeit nach der Klinik, ersetzt ihn aber nicht.
1. Kliniken Schmieder Allensbach (Baden-Württemberg): Phase B seit 1991, DGNR-zertifiziert
Die Kliniken Schmieder eröffneten am 1. Juli 1991 in Allensbach die Abteilung „Neurologische Frührehabilitation Phase B“ und nennen sie landesweit die erste ihrer Art. Die Deutsche Gesellschaft für interdisziplinäre Neurorehabilitation und der TÜV haben Allensbach laut Klinik als „Zentrum für Beatmungsentwöhnung in der Neurologisch-Neurochirurgischen Frührehabilitation“ zertifiziert; die Versorgung reicht von der medizinischen Stabilisierung bis zur schrittweisen Entwöhnung von der maschinellen Beatmung. Behandlungsteams bestehen aus Medizinern, Therapeuten, Pflegefachkräften und Sozialarbeitern. Die Seite führt Sprach- und Schlucktherapie unter den Leistungen auf; Bettenzahlen nennt sie nicht.
2. Kreiskliniken Reutlingen (Baden-Württemberg): Beatmungs- und Trachealkanülen-Weaning
Die Neurologische Klinik in Reutlingen betreibt eine neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation der Phase B für schwer betroffene Patienten aus der Region Neckar-Alb und Stuttgart. Laut Klinik liegt ein besonderer Fokus auf „Beatmungs- und Trachealkanülen-Weaning sowie Schluckstörungen“. Die Klinik gibt für die Neurologie insgesamt 53 Betten, rund 2.000 Patienten im Jahr und 26 Ärztinnen und Ärzte an; Beatmungsplätze für Phase B beziffert die Seite nicht, und eine DGNR-Zertifizierung erwähnt sie nicht.
3. m&i-Fachklinik Ichenhausen (Bayern): Weaning-Einheit mit zehn Betten und Schluckzentrum
Die Fachklinik Ichenhausen wurde laut Pressemitteilung am 15. April 2026 von der DGNR als Zentrum für Beatmungsentwöhnung zertifiziert. Die Weaning-Einheit auf Station 4.0 ist Teil der neurologischen Frührehabilitation Phase B, hat zehn Betten mit zentralem Monitoring und nutzt Elisa-600-Beatmungsgeräte. Vor Ort stehen EEG, EMG, FEES, CT, Ultraschall und Blutgasanalyse zur Verfügung. Zum Team gehören zwei Atmungstherapeuten, Neurologen mit Weaning-Expertise und zwei Anästhesisten sowie Logopädie und Neuropsychologie. Die Klinik beschreibt ihre Phase B inklusive Schluckzentrum.
4. Alexianer Krankenhaus Maria-Hilf Krefeld (Nordrhein-Westfalen): zehn Beatmungsbetten in 36 Frühreha-Betten
Die Klinik für Neurologie führt laut Pressemitteilung vom 6. Februar 2025 36 Betten in der Frührehabilitation, davon zehn intensivmedizinisch ausgestattete Beatmungsbetten, und wurde 2024 als Zentrum für Beatmungsentwöhnung in der NNFR erstzertifiziert. Der Klinikflyer beschreibt Phase B als „Rehabilitation schwersterkrankter Patient*innen unter intensivmedizinischen Bedingungen“ und listet Überwachung der Beatmungsparameter, Weaning mit individuellen Weaningprotokollen, Trachealkanülenmanagement, Sprechen unter Beatmung und Evaluation und Einleitung einer Heimbeatmung. Dysphagiemanagement mit fiberendoskopischer Schluckdiagnostik (FEES) gehört zum Angebot.
5. Klinikum Herford (Nordrhein-Westfalen): Phase B mit Trachealkanülenversorgung und Weaning
Das Klinikum Herford führt eine eigene Seite „Neurologische Frührehabilitation Phase B“. Das Pflegeteam nennt dort Trachealkanülenversorgung, Beatmung, Weaning und Nierenersatztherapie als Aufgaben. Mehr Angaben macht die Seite nicht: Beatmungsplätze, Schlucktherapie und eine DGNR-Zertifizierung sind dort nicht ausgewiesen. Wer Herford in Betracht zieht, fragt diese Punkte direkt bei der Klinik ab.
6. BDH-Klinik Hessisch Oldendorf (Niedersachsen): 140 Planbetten für Phase A und B
Das neurologische Zentrum an der Weser hat laut Klinik 140 Planbetten im Krankenhausteil (Phasen A und B) und über 100 Rehabilitationsbetten für die Phasen C bis E. Das Weaningzentrum ist seit Februar 2022 von der DGNR als „Zentrum für Beatmungsentwöhnung in der NNFR“ zertifiziert und wurde im Jahr 2025 rezertifiziert. Sechs erfahrene Atmungstherapeuten arbeiten im Team. Beatmung ist per Maske oder über Trachealkanüle möglich, und die Klinik bietet FEES zur Schluckdiagnostik an. Phase B beschreibt sie als schwer betroffene Frühreha-Patienten direkt aus dem Akuthaus.
7. Kliniken Beelitz (Brandenburg): Beatmungs- und Weaningzentrum mit drei Stationen
Die Kliniken Beelitz betreiben das Neurologische Fachkrankenhaus für Frührehabilitation (Phase B) und das Beatmungs- und Weaningzentrum Brandenburg mit drei Beatmungsstationen. Laut Pressemitteilung vom 20. November 2024 wurden sie von der DGNR zertifiziert; jährlich werden dort etwa 200 Patientinnen und Patienten entwöhnt. Trachealkanülenmanagement und Dysphagiemanagement gehören zu den für die Zertifizierung nachgewiesenen Konzepten. Eine genaue Bettenzahl nennt die Meldung nicht.
8. m&i-Fachklinik Bad Liebenstein (Thüringen): Weaningstation seit 2019 mit 16 Behandlungsplätzen
Seit 2019 betreibt die Fachklinik im Rahmen der Neurologischen Frührehabilitation Phase B eine spezialisierte Weaningstation mit 16 intensivmedizinisch ausgestatteten Behandlungsplätzen. Im Jahr 2025 wurden dort laut Klinik 109 Patienten aus Akutkrankenhäusern im gesamten Bundesgebiet behandelt. Die DGNR hat die Station als Zentrum für Beatmungsentwöhnung zertifiziert. Ärzte der Anästhesiologie, Inneren Medizin, Neurologie und Rehabilitationsmedizin arbeiten mit Pflege, Physio- und Ergotherapie und Logopädie zusammen; eine eigene Dysphagie-Beschreibung enthält die Pressemitteilung nicht.
9. MEDIAN Klinik Bad Tennstedt (Thüringen): Beatmungs- und Weaningstation mit Zentralmonitoring
Die MEDIAN Klinik Bad Tennstedt beschreibt den Frührehabilitationsbereich als Behandlung, in der noch intensivmedizinische Maßnahmen vorgehalten werden (Phase B). Die Beatmungs- und Weaningstation behandelt überwachungspflichtige sowie intermittierend bis dauerhaft invasiv oder nichtinvasiv beatmete Patienten; sie hat Zentralmonitoring, Beatmungsgeräte und Insufflatoren-Exsufflatoren, Atmungstherapeuten gehören zum Team. Die DGNR hat die Klinik am 3. April 2024 als Zentrum für Beatmungsentwöhnung zertifiziert. Als Therapieziele nennt die Seite die Entwöhnung von der Trachealkanüle und die „Verbesserung der Schluckfunktion mit oralem Kostaufbau“. Die Bettenzahl nennt sie nicht.
10. St. Georg Klinikum Eisenach (Thüringen): fünf Beatmungsbetten in Einzelzimmern
Die Station D11 des St. Georg Klinikums versorgt laut Flyer (Fassung Oktober 2023) neurologische Frührehabilitation Phase B mit Beatmung auf fünf Beatmungsbetten in Einzelzimmern mit zentraler Überwachung. Aufgenommen werden beatmete Patienten mit Tracheostoma und stabilen Kreislaufverhältnissen. Rehabilitationsziel ist die schrittweise Entwöhnung vom Beatmungsgerät; gelingt sie nicht, erfolgt die Anpassung an ein Heimbeatmungsgerät, sodass die Entlassung in eine Intensivpflegeeinrichtung oder unter bestimmten Voraussetzungen nach Hause möglich ist. Ein Ärzteteam aus Neurologen und Anästhesisten arbeitet mit Logopäden, Physio- und Ergotherapie zusammen.
Die zehn Kliniken im Überblick
| Klinik (Land) | Phase B | Beatmungsangabe der Klinik | DGNR-Zertifikat laut Klinik |
|---|---|---|---|
| Kliniken Schmieder Allensbach (BW) | ja, seit 1991 | Beatmungsentwöhnung | ja |
| Kreiskliniken Reutlingen (BW) | ja | Beatmungs- und Kanülen-Weaning | nicht genannt |
| m&i Ichenhausen (BY) | ja, mit Schluckzentrum | Weaning-Einheit, 10 Betten | ja, 15.04.2026 |
| Alexianer Krefeld (NRW) | ja | 10 Beatmungsbetten | ja, 2024 |
| Klinikum Herford (NRW) | ja | Beatmung, Weaning (Pflegeteam) | nicht genannt |
| BDH-Klinik Hessisch Oldendorf (NI) | ja (Phasen A und B: 140 Planbetten) | Weaningzentrum, Maske oder Kanüle | ja, seit 02/2022 |
| Kliniken Beelitz (BB) | ja | drei Beatmungsstationen | ja, 11/2024 |
| m&i Bad Liebenstein (TH) | ja | 16 Behandlungsplätze | ja |
| MEDIAN Bad Tennstedt (TH) | ja | Beatmungs- und Weaningstation | ja, 03.04.2024 |
| St. Georg Eisenach (TH) | ja | 5 Beatmungsbetten | nicht genannt |
Phase B mit Beatmung: worauf Familien bei der Klinikwahl achten
Erstens: Phase B heißt nicht automatisch Beatmung. Manche Einheiten schließen in ihren Aufnahmekriterien Patienten mit vollständig kontrollierter maschineller Beatmung aus; der Beleg steht im Flyer einer hessischen Phase-B-Klinik. Fragen Sie deshalb vor der Anmeldung nach Beatmungsplätzen und Kanüle. Zweitens: Die Phase B ist Krankenhausbehandlung; die BDH-Klinik beschreibt die Verlegung direkt aus dem Akuthaus ohne gesonderten Antrag an die Kasse, ausgenommen Privatversicherte. Drittens: Prüfen Sie die Schluckdiagnostik: FEES und Dysphagiemanagement sind Zertifizierungskriterium der DGNR und entscheiden, ob die Kanüle später entfernt werden kann. FEES steht für fiberendoskopische Evaluation des Schluckens: Ein flexibles Endoskop zeigt, ob Speichel und Nahrung sicher geschluckt werden oder in die Atemwege gelangen, und die Logopädie baut darauf die Therapie auf; die Schritte erklärt der Beitrag zur Dekanülierung.
Viertens: Die Einordnung nach dem Phasenmodell der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) ist nur ein Rahmen. Phase F bezeichnet nach dem BAR-Phasenmodell die Phase, in der dauerhaft unterstützende, betreuende und/oder zustandserhaltende Leistungen erforderlich sind; sie ist keine Schlussfolgerung aus Phase B. Besserung bleibt möglich; wie weit sie reicht, kann nur die behandelnde Neurologie im Einzelfall einschätzen. Fünftens: Planen Sie die Zeit nach Phase B früh, denn Beatmung, Kanüle und Hilfsmittel entscheiden über Wohnform und Versorger. Geräte und Versorger finden Sie in der Übersicht der Homecare-Versorger bei Beatmung, die Vorbereitung der Entlassung im Beitrag zum Entlassmanagement auf der Intensivstation. Pneumologisches Weaning behandelt die Übersicht der WeanNet-Zentren.
Sechstens: Rechnen Sie mit Entfernung. Mehrere Kliniken nehmen Patienten bundesweit auf: Bad Liebenstein nennt Akutkrankenhäuser im gesamten Bundesgebiet, Hessisch Oldendorf Patienten aus ganz Deutschland. Die passende Klinik kann deshalb weit vom Wohnort liegen, was Besuche und die spätere Überleitung berührt. Die Kliniken Schmieder Allensbach nennen auf ihrer Seite Besuchszeiten von 9 bis 13 und von 15 bis 20 Uhr; fragen Sie bei jeder Klinik nach Besuchsregeln, Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige und der Schulung zu Absaugen, Kanüle und Beatmungsgerät. Siebtens: Klären Sie, wer nach Phase B die Versorgung übernimmt, damit die Kette von Klinik, Wohnform und Versorger lückenlos bleibt. Die Optionen zeigt die Seite zur außerklinischen Intensivpflege.
FAQ – Neurologische Frührehabilitation Phase B
Welche Klinik macht neurologische Frührehabilitation Phase B?
Phase-B-Einheiten gibt es an Kliniken in vielen Bundesländern. Diese Übersicht nennt zehn Kliniken, die auf ihrer eigenen Website oder in einer Pressemitteilung Phase B und Beatmung beschreiben. Ob eine Klinik für den einzelnen Patienten infrage kommt, klären die behandelnde Klinik und das aufnehmende Zentrum.
Was bedeutet Phase B in der neurologischen Rehabilitation?
Phase B ist die Frührehabilitation nach der Akutbehandlung. Patienten sind noch schwer betroffen, benötigen intensivmedizinische Überwachung und häufig Beatmung oder Trachealkanüle. Die BDH-Klinik beschreibt sie als Behandlung schwer betroffener Patienten direkt aus dem Akuthaus, die in der Reha als Krankenhausbehandlung gilt.
Kann ein beatmeter Patient in die Phase B?
Ja, wenn die Klinik Beatmungsplätze hat; viele Einheiten in dieser Übersicht beschreiben das. Andere Einheiten schließen vollständig kontrollierte Beatmung aus. Fragen Sie vor der Anmeldung, ob Beatmung, Weaning und Trachealkanüle zum Aufnahmeprofil gehören.
Wie lange dauert die Frührehabilitation?
Die Dauer hängt vom Verlauf ab. Die Krefelder Klinik schreibt, die Frührehabilitation dauere mehrere Wochen. Eine Zahl, die für alle gilt, gibt es nicht; Kostenträger und Klinik prüfen den Behandlungsbedarf fortlaufend.
Was ist ein DGNR-zertifiziertes Weaning-Zentrum?
Es ist eine Einrichtung, die die Deutsche Gesellschaft für Neurorehabilitation gemeinsam mit dem TÜV Rheinland nach festen Kriterien als Zentrum für Beatmungsentwöhnung in der NNFR zertifiziert hat. Verlangt werden unter anderem mindestens 40 Weaning-Behandlungen pro Jahr und schriftliche Konzepte für Trachealkanülen- und Dysphagiemanagement.
Wer zahlt die Phase B?
Die Alexianer Krefeld schreiben, Frührehabilitation sei Krankenhausbehandlung; die Krankenhausbehandlung regelt § 39 SGB V. Die BDH-Klinik beschreibt, dass die Verlegung aus dem Akuthaus meist keinen Antrag bei der Kasse braucht, bei privat Versicherten ist das anders. Fragen zur Kostenübernahme klärt der Sozialdienst der Klinik.
Wie wichtig ist die Schluckdiagnostik in der Phase B?
Sehr wichtig. Die WennFrüh-Studie der DGNR nennt Dysphagie in dieser Patientengruppe regelmäßig; 35 von 36 Weaning-Einheiten boten Dysphagietherapie an und 34 FEES. Die Schluckfähigkeit entscheidet mit darüber, ob die Trachealkanüle entfernt werden kann.
Was passiert, wenn das Weaning nicht gelingt?
Dann bleibt eine außerklinische Beatmung. Mehrere Kliniken in der Liste bereiten sie vor, etwa durch Anpassung an ein Heimbeatmungsgerät (Eisenach) oder Training von Angehörigen. Die Versorgung danach beschreiben die Seiten zur Heimbeatmung und zur außerklinischen Intensivpflege.
Unterscheiden sich Phase B und Weaning-Zentrum?
Ja. Phase B bezeichnet die Frührehabilitation, Weaning-Zentren konzentrieren sich auf die Entwöhnung. Es gibt pneumologische Zentren (DGP, WeanNet) und neurologische Zentren (DGNR). Manche Phase-B-Einheiten sind zugleich DGNR-zertifiziert, wie Krefeld, Hessisch Oldendorf und Bad Tennstedt.
Was ist Phase F?
Phase F bezeichnet im BAR-Phasenmodell die Phase, in der dauerhaft unterstützende, betreuende und/oder zustandserhaltende Leistungen erforderlich sind. Das Modell gibt keinen chronologischen Ablauf vor; Phase F folgt also nicht automatisch auf Phase B. Das Wachkoma erklärt der Beitrag zum Wachkoma.
Kann ich den Platz selbst beantragen?
Die Anmeldung erfolgt üblicherweise durch die behandelnde Klinik, meist mit ärztlichen Unterlagen. Eine Phase-B-Klinik in Hessen schildert, dass Antrag und medizinische Unterlagen an die Patientenaufnahme gefaxt und dort umgehend vom Leitenden Neurologen geprüft werden. Angehörige können die Verlegung ansprechen und beim Sozialdienst der Klinik nachfragen.
Fazit
Wer eine Klinik für neurologische Frührehabilitation Phase B mit Beatmung sucht, prüft vier Dinge: Phase-B-Einheit, Beatmungsplätze, Weaning und Dysphagiemanagement sowie die DGNR-Zertifizierung. Zehn Kliniken von Allensbach bis Eisenach belegen auf den eigenen Seiten einen Teil dieser Merkmale, Krefeld, Hessisch Oldendorf, Ichenhausen, Beelitz, Bad Liebenstein, Bad Tennstedt und Allensbach nennen eine Zertifizierung als Zentrum für Beatmungsentwöhnung. Welche Klinik passt, entscheiden die behandelnde Klinik und das aufnehmende Zentrum. Den Weg danach klären Anspruchs-Check und Fragebogen kostenfrei.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- Groß et al.: Zertifizierung von Zentren für Beatmungsentwöhnung in der NNFR durch die DGNR, Der Nervenarzt 2021
- Rollnik et al.: Weaning in der NNFR, Ergebnisse der WennFrüh-Studie der DGNR, Der Nervenarzt 2020
- AWMF-Leitlinie 080-002: Prolongierte Beatmungsentwöhnung in der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation (DGNR, Version 2.1, Stand Juli 2025)
- BDH-Klinik Hessisch Oldendorf: Neurologische Rehabilitation, Phasen A bis E
- Alexianer Krefeld: Pressemitteilung Zentrum für Beatmungsentwöhnung vom 6. Februar 2025
- § 39 SGB V: Krankenhausbehandlung
- BAR: Empfehlungen zur medizinisch-beruflichen Rehabilitation in der Neurologie (Phasenmodell A bis F)


