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Weaning-Stationen in Deutschland: 10 Zentren nach Region

Pflegekraft betreut einen Patienten auf einer Weaning-Station mit Beatmungsgerät

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine ärztliche, pflegefachliche oder rechtliche Beratung. In Notfällen wählen Sie 112.

Weaning-Stationen für die Entwöhnung von der Beatmung gibt es in Deutschland an 64 Standorten: So viele Einträge führte die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) am 18. Oktober 2026 auf pneumologie.de als zertifizierte Weaning-Zentren im WeanNet. Diese Übersicht stellt zehn davon aus allen Regionen vor, mit den Angaben, die die Kliniken auf ihren eigenen Websites machen, und zeigt in einer Tabelle alle Einträge der Liste. Wie die Entwöhnung abläuft, erklärt der Beitrag zur Beatmungsentwöhnung; hier geht es um die Frage, wohin.

Kriterien: Woran Sie eine zertifizierte Weaning-Station erkennen

Die DGP schreibt auf ihrer Seite zu den zertifizierten Zentren: Seit 2010 können sich auf Langzeitbeatmung spezialisierte pneumologische Entwöhnungszentren als Weaning-Zentren der DGP zertifizieren lassen; die Zertifizierung soll Strukturen und Prozesse klar definieren. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft im Weaning-Register, das WeanNet seit 2009 führt. Die Kriterien stammen aus der S2k-Leitlinie zum prolongierten Weaning, der Erhebungsbogen trägt den Stand 2025, und das Zertifikat wird nur vergeben, wenn alle abgefragten Anforderungen als erfüllt bewertet sind. Es gilt drei Jahre und muss danach erneuert werden. Diese Übersicht gibt den Stand vom 18. Oktober 2026 wieder. Maßgeblich ist die aktuelle Liste auf pneumologie.de, weil Zentren hinzukommen oder ihre Zertifizierung auslaufen können.

Die Liste der Zentren enthielt am 18. Oktober 2026 64 Einträge, davon zwei Zentren mit je zwei Standorten, die als getrennte Einträge erscheinen. Die zehn vorgestellten Zentren stehen auf der DGP-Liste und beschreiben Station und Leistungen auf ihrer eigenen Website. Die Reihenfolge ist regional (Nord, Ost, Mitte, West, Süd) und keine Rangfolge: Betten, Fallzahlen und Erfolgsquoten werden nicht verglichen, weil die Zentren sie nicht einheitlich veröffentlichen. Alle Angaben stammen von den Websites der Kliniken. Die übrigen Einträge der Liste zeigt die Tabelle weiter unten.

Zum Zeitrahmen: Nach der S2k-Leitlinie Prolongiertes Weaning (Fassung 2019, seit 28. August 2024 abgelaufen und in Überarbeitung) gilt Weaning als prolongiert, wenn es länger als sieben Tage dauert oder mehr als drei Spontanatmungsversuche braucht (Kategorie 3). Die Kohorte von Schönhofer et al. zeigt, dass Patienten im Median nach 33 Tagen in ein Weaning-Zentrum verlegt wurden; die WeanNet-Auswertung 2011 bis 2015 nennt 23 Tage Median auf der Intensivstation vor der Verlegung. Die Zahlen stammen aus der Fassung von 2019, die derzeit überarbeitet wird.

Nach dem Weaning: Intensivpflege-Beratung (kein Zentrum, kein Pflegedienst)

Die Intensivpflege-Beratung ist eine kostenfreie, unabhängige Vermittlung und kein Pflegedienst. Sie ist auch keine Klinik und nimmt keine Patienten auf einer Weaning-Station auf; die Verlegung veranlassen die behandelnde Klinik und das aufnehmende Zentrum. Die Vermittlung setzt dort an, wo die Entwöhnung endet: Wohin geht der Weg, wenn das Weaning gelingt, und wer übernimmt die Versorgung, wenn eine außerklinische Beatmung bleibt? Der Anspruchs-Check klärt die Ansprüche, der Fragebogen nimmt den Fall auf, und die Seite zum Überleitungsmanagement beschreibt den Übergang. Der Ablauf der Entlassung steht im Beitrag zum Entlassmanagement auf der Intensivstation.

1. LungenClinic Grosshansdorf (Schleswig-Holstein): Heimbeatmung seit 1990

Die LungenClinic nennt sich laut eigener Seite „von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) zertifiziertes Weaning-Zentrum“; die DGP-Liste gibt die Erstzertifizierung mit 07/2017 an. Seit 1990 wird dort außerklinische Beatmung eingeleitet, rund 2.000 Patienten sind nach Angabe der Klinik auf Heimbeatmung eingestellt worden, überwiegend mit nichtinvasiver Beatmung. Eine eigene Weaning-Einheit besteht seit 2002 für Patienten mit mehreren Ursachen der Entwöhnungsschwierigkeit; die Intensivstation führt rund 2.000 Bronchoskopien pro Jahr durch. Seit April 2019 gibt es zusätzlich eine pneumologische Frührehabilitation mit 20 Therapieplätzen. Die Dekanülierung erwähnt die Seite nicht.

2. Klinik Amsee (Mecklenburg-Vorpommern): 14 Betten auf Intensivstation und Weaning-Einheit

Die Klinik Amsee in Waren (Müritz) führt laut eigener Seite Intensivstation und Weaning-Einheit mit zusammen 14 Betten und ist „seit 2024 ein zertifiziertes Weaningzentrum“; die DGP-Liste nennt 02/2024. Im Team arbeiten Physiotherapie, Logopädie, Psychologie und Atmungstherapie, wöchentliche Teambesprechungen und tägliche Morgenvisiten sind festgelegt. Die Klinik beschreibt Schlucktherapie als Teil des Prozesses, weil das Schlucken häufig neu erlernt werden muss. Gelingt die Entwöhnung nicht sofort, werden Patienten laut Klinik häufig zwischenzeitlich in eine Beatmungseinrichtung verlegt und können für einen weiteren Versuch zurückkehren.

3. Evangelische Lungenklinik Berlin: zehn Weaning-Betten und ECMO-Verfahren

Die Evangelische Lungenklinik gibt an, „seit 2011 von der DGP als Weaningzentrum zertifiziert“ zu sein (DGP-Liste: 05/2011). Die Intensivstation I hat 10 Betten, die Intensivstation II 17 Betten, davon 10 Weaning-Betten. Die Klinik nennt ständige Bronchoskopiebereitschaft, perkutane und chirurgische Tracheotomie, Hämodialyse, partiellen extrakorporalen Lungenersatz (ILA), Cough-Assist und Organisation einer invasiven oder nichtinvasiven außerklinischen Heimbeatmung. Logopädinnen gehören zum Weaning-Team; Dekanülierung und Schlucktherapie als eigene Leistung führt die Seite nicht auf.

4. Klinikum Chemnitz: Beatmungs- und Weaningzentrum mit zwei Stationen

Das Beatmungs- und Weaningzentrum in Chemnitz besteht laut Klinikseite aus der pneumologischen Intensivstation K380 mit 14 Betten, davon 9 Beatmungsplätzen, und der Beatmungsstation K381 mit 31 Betten, davon 4 Überwachungsplätzen. Das Zentrum führt nichtinvasive Beatmung durch, entwöhnt invasiv beatmete Patienten und versorgt Patienten, die dauerhaft eine Heimbeatmung brauchen. Im Rahmen des AOK-PLUS-Qualitätsvertrags zum Weaning beurteilt es, ob eine Entwöhnung und die Entfernung der Trachealkanüle möglich sind. Die DGP-Liste führt Chemnitz seit 05/2020; Schlucktherapie nennt die Seite nicht.

5. Zentralklinik Bad Berka (Thüringen): 20 Betten als Schnittstelle zur Heimbeatmung

Die Zentralklinik beschreibt ihr „Zertifiziertes Weaningzentrum (DGP)“ als Einheit mit 20 Betten und voller kardiopulmonaler Überwachung, die die „Schnittstelle zwischen Intensivstation und zu Hause“ bildet (DGP-Liste: 08/2011). Das Team stellt Patienten auf intermittierende nichtinvasive Selbstheimbeatmung per Nasenmaske ein oder organisiert eine invasive Dauerbeatmung zu Hause, einschließlich Training von Patienten und Angehörigen. Es gibt technische Voraussetzungen für invasive und nichtinvasive Beatmung, Sekretmobilisation und Muskelaufbautraining; die Klinik nennt die Zusammenarbeit mit Medizinproduktefirmen über eine hauseigene Atmungstherapie-Beratung sowie mit zuweisenden Haus- und Fachärzten. Dekanülierung und Schlucktherapie stehen nicht ausdrücklich auf der Seite.

6. Bürgerhospital Frankfurt am Main: Weaning und Heimbeatmung unter einem Dach

Das Bürgerhospital schreibt, das Weaning-Zentrum sei „seit 2014 von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie zertifiziert“ (DGP-Liste: 01/2014). Fokus sind Beatmungsentwöhnung und Heimbeatmung für Patienten mit chronischen Atemstörungen oder Langzeitbeatmung. Zum Team zählen Intensiv- und Lungenärzte, Atmungs- und Physiotherapeuten, Logopädinnen und Sozialarbeiter; die Betreuung setzt sich über die Entlassung hinaus fort. Als zuständige Einheiten nennt die Klinik die Intensivstation B (Weaning und Beatmung) und die Intensivstation A (Heimbeatmung). Bettenzahlen und eine Aufstellung von NIV, invasiver Beatmung und Dekanülierung stehen auf der Seite nicht.

7. Ruhrlandklinik Essen: acht Einzelzimmer und eine Heimbeatmungsstation

Die Ruhrlandklinik, Westdeutsches Lungenzentrum am Universitätsklinikum Essen, hat auf der 24-Betten-Intensivstation eine Weaningstation mit acht Einzelzimmern. Sie nimmt laut Klinik jährlich weit über hundert Patienten auf und ist „seit 2015 als Weaningzentrum von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP) zertifiziert“. Das Spektrum reicht von nichtinvasiver über invasive Beatmung bis zu extrakorporalen Lungenersatzverfahren (ECMO); eine Heimbeatmungsstation gehört zum Zentrum. Zuweisungen laufen per Fax oder E-Mail mit Anmeldeformular. Logopäden sind im Team, ein eigenes Schluckangebot beschreibt die Seite nicht.

8. Lungenklinik Hemer: Weaningstation seit 2015, zertifiziert seit 2010

Die Lungenklinik Hemer wurde nach eigener Angabe im Juli 2010 als eines der ersten Zentren in Deutschland von der DGP akkreditiert und im November 2024 erneut rezertifiziert. Die moderne Weaningstation eröffnete im September 2015. Aufgenommen werden laut Klinik regional und überregional langzeitbeatmete Patienten zur Entwöhnung; für die Fortführung der Beatmung im außerklinischen Bereich nennt die Seite eine enge Zusammenarbeit von Medizinern, Pflegenden, Angehörigen und Sozialdienst. Das multidisziplinäre Team besteht aus Ärzten mit intensivmedizinischer Qualifikation, Pflege, Atmungs- und Physiotherapie, Sozialdienst, Psychologie und Logopädie. Zur Zahl der Betten macht die Seite keine Angabe.

9. Thoraxklinik Heidelberg: zweimal zertifiziert, Teil des WeanNet

Die Thoraxklinik schreibt, sie habe die Zertifizierung als Weaningzentrum der DGP zweimal erhalten und gehöre zum Kompetenznetz WeanNet (DGP-Liste: 07/2010). Das Spektrum umfasst invasive und nichtinvasive Beatmung, Tracheotomie, HFOV, NO-Beatmung und ECMO/ECCO2R sowie die Einstellung und Anpassung der außerklinischen Beatmung mit regelmäßiger ambulanter Betreuung. Die Klinik nennt eine Vielzahl moderner Einzelzimmer. Eine Hotline läuft täglich von 7 bis 20 Uhr; bei Aufnahmeanfragen meldet sich laut Klinik die Koordination innerhalb von zwei Stunden bei der zuweisenden Station. Logopädie ist tägliche Therapie; die Dekanülierung nennt die Seite nicht.

10. Fachkliniken Wangen (Baden-Württemberg): Weaning seit 2001, 16 Beatmungsbetten

Die Fachkliniken Wangen betreiben laut eigener Seite seit 2001 ein interdisziplinäres Weaningzentrum und nennen 16 Beatmungsbetten auf der Intensivstation für invasiv beatmete Patienten sowie eine Respiratory Care Unit (RCU) mit 21 Betten für nichtinvasive Beatmung. In den letzten zehn Jahren seien rund 2.000 Patienten dieser Gruppe behandelt worden. Patienten mit Heimbeatmung können sich direkt oder über den Hausarzt anmelden; dann prüft das Zentrum, ob die Heimbeatmung nötig ist oder durch eine andere Form der Atemunterstützung ersetzt werden kann. Die DGP-Liste führt Wangen seit 10/2010. Anmeldung: Telefon 07522 797-1237.

Alle 64 Weaning-Stationen der DGP-Liste nach Region (Stand 18.10.2026)

RegionEinträgeOrte und Einrichtungen laut DGP-Liste
Nord9Bremerhaven (AMEOS Klinikum Am Bürgerpark), Hamburg (Asklepios Harburg, Asklepios Barmbek), Großhansdorf (LungenClinic), Hannover (KRH Klinikum Siloah), Kiel (UKSH), Oldenburg in Holstein (AMEOS Klinikum), Greifswald (Universitätsmedizin), Waren (Klinik Amsee)
Ost12Berlin (HELIOS Emil von Behring, Evangelische Lungenklinik, Charité, Vivantes Neukölln), Chemnitz (Klinikum), Coswig (Fachkrankenhaus), Leipzig (Klinikum St. Georg, Diakonissenkrankenhaus), Halle (Christliches Klinikum), Bad Berka (Zentralklinik), Harztor (Lungenklinik Neustadt), Treuenbrietzen (Johanniter-Krankenhaus)
Mitte7Bad Wildungen (Asklepios), Frankfurt am Main (Varisano Höchst, Bürgerhospital), Gießen (AGAPLESION), Göttingen (Ev. Krankenhaus Weende), Immenhausen (Lungenfachklinik), Kassel (Marienkrankenhaus)
West23Aachen (Luisenhospital), Würselen (Rhein-Maas Klinikum), Bad Ems (Hufeland-Klinik), Linz am Rhein (Franziskus Krankenhaus), Dorsten und Haltern (KKRN), Dortmund (Knappschaftskrankenhaus, Klinikum), Lünen (Klinik am Park), Essen (Alfried Krupp, Ruhrlandklinik), Hemer (Lungenklinik), Herne (Thoraxzentrum Ruhrgebiet), Ibbenbüren (Klinikum), Köln (Severinsklösterchen, St. Marien), Krefeld (HELIOS Klinikum), Lemgo (Klinikum Lippe), Marl (Paracelsus-Klinik), Mönchengladbach (Maria Hilf), Schmallenberg (Kloster Grafschaft), Solingen (Bethanien), Wuppertal (HELIOS Universitätsklinikum)
Süd13Donaustauf (Caritas-Krankenhaus St. Maria), Freiburg (St. Josefskrankenhaus), Gauting (Asklepios Lungenklinik), Heidelberg (Thoraxklinik), Immenstadt (Klinik), Löwenstein (Klinik), München (Lungenzentrum Bogenhausen-Harlaching), Münnerstadt (Thoraxzentrum Unterfranken), Regensburg (Barmherzige Brüder), Stuttgart (Robert-Bosch-Krankenhaus, Katharinenhospital), Wangen (Fachkliniken), Wolfratshausen (Kreisklinik)

Neu auf der Liste sind unter anderem das Barmherzige-Brüder-Krankenhaus Regensburg (zertifiziert seit Dezember 2025), das Klinikum Stuttgart Katharinenhospital (seit März 2025) und die Kliniken Maria Hilf Mönchengladbach (seit Januar 2025). Am längsten dabei sind Zentren mit Erstzertifizierung 2010, darunter Hemer, Heidelberg, Wangen, Donaustauf, Greifswald und Gauting. Das Datum der Erstzertifizierung sagt nichts über die Qualität, es zeigt nur, seit wann ein Zentrum das Verfahren durchläuft; die laufende Gültigkeit belegen die Rezertifizierungen alle drei Jahre.

Zwei Einschränkungen gelten für die Tabelle. Erstens erfasst sie nur pneumologische Zentren der DGP; neurologische Weaning-Einheiten stehen auf einer anderen Liste. Zweitens sagt ein Eintrag nichts über freie Betten, Wartezeiten oder die Aufnahme bestimmter Diagnosen. Ob eine Klinik in Ihrer Region freie Plätze hat und die Verlegung aus Ihrem Krankenhaus infrage kommt, klären Sie mit der behandelnden Klinik und dem aufnehmenden Zentrum, nicht über diese Tabelle.

Neurologisches Weaning und die Wahl des Zentrums

Die WeanNet-Zentren sind pneumologisch ausgerichtet. Patienten mit schweren neurologischen Erkrankungen können in der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation (NNFR) entwöhnt werden; dafür gibt es eine eigene Leitlinie, die AWMF-Leitlinie 080-002 der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation (Version 2.1, Stand Juli 2025), und eine eigene DGNR-Zertifizierung, die seit dem 1. Oktober 2021 möglich ist und zusammen mit dem TÜV Rheinland vergeben wird. Zu den Kriterien zählen mindestens 40 Weaning-Behandlungen pro Jahr, FEES-Kompetenz und schriftliche Konzepte für Atemwegs-, Weaning-, Trachealkanülen- und Dysphagiemanagement. Welche Kliniken das sind und was sie auf ihren Websites zu Beatmung und Schlucktherapie angeben, zeigt die Übersicht der Phase-B-Kliniken; dort steht auch die Einordnung nach dem BAR-Phasenmodell.

Bei der Wahl hilft eine Checkliste: Passt das Fachgebiet (pneumologisch oder neurologisch)? Gibt es Betten für Ihre Beatmungsform (invasiv oder NIV)? Wie wird die Überleitung organisiert, auch zur außerklinischen Beatmung? Wer ist erreichbar, wenn die Entwöhnung nicht gelingt? Wie die Versorgung zu Hause aufgebaut wird, beschreibt die Seite zur ambulanten Heimbeatmung; Geräte und Versorger stellen die Übersicht der Beatmungsgeräte und die Übersicht der Homecare-Versorger vor. Die Dekanülierung als Endpunkt erklärt der Beitrag zur Dekanülierung.

FAQ – Weaning-Zentren in Deutschland

Wo gibt es zertifizierte Weaning-Zentren in Deutschland?

Die DGP führte am 18. Oktober 2026 auf pneumologie.de 64 Einträge, verteilt über das ganze Bundesgebiet, mit Schwerpunkten im Ruhrgebiet, in Berlin, Bayern und Baden-Württemberg. Die Tabelle in diesem Beitrag zeigt alle Einträge nach Region. Für die Verlegung zuständig sind die behandelnde Klinik und das aufnehmende Zentrum.

Was bedeutet WeanNet?

WeanNet ist das Netzwerk und Register der DGP für Weaning-Zentren. Die Mitgliedschaft im Weaning-Register ist Voraussetzung der Zertifizierung. Das WeanNet besteht seit 2009; die Zertifizierung der Zentren gibt es seit 2010. Das Zertifikat gilt drei Jahre und wird nur vergeben, wenn alle Anforderungen erfüllt sind.

Wie lange dauert das prolongierte Weaning?

Als prolongiert gilt Weaning nach der S2k-Leitlinie (Fassung 2019), wenn es länger als sieben Tage dauert oder mehr als drei Spontanatmungsversuche braucht. Wie lange es im Einzelfall dauert, hängt von Grunderkrankung und Verlauf ab und lässt sich nicht pauschal sagen. Das Zentrum plant die Schritte mit dem Team.

Wer entscheidet über die Verlegung in ein Weaning-Zentrum?

Die behandelnde Intensivstation oder Klinik stellt die Anfrage, das Zentrum prüft die Aufnahme. Angehörige können nachfragen, ob eine Verlegung geprüft wird. Fragen zu Kosten und Antrag klärt das Sozialdienstteam der Klinik mit der Krankenkasse.

Was passiert, wenn das Weaning nicht gelingt?

Gelingt die Entwöhnung nicht, bleibt eine außerklinische Beatmung, zu Hause, in der Wohngruppe oder in einer Einrichtung. Das Zentrum stellt die Beatmung ein und schult Patienten und Angehörige. Nach der Kohorte von Schönhofer et al. blieb bei etwa 30 Prozent der Patienten eine außerklinische Beatmung, bei etwa 20 Prozent gelang das Weaning, bei etwa 30 Prozent nicht (S2k 2019).

Was ist der Unterschied zwischen pneumologischem und neurologischem Weaning?

Die Zertifizierung der DGP richtet sich an pneumologische Entwöhnungszentren, die der DGNR an Zentren für Beatmungsentwöhnung in der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation (NNFR). Welches Zentrum für welche Erkrankung infrage kommt, entscheidet die behandelnde Klinik gemeinsam mit dem aufnehmenden Zentrum. Die Leitlinien (DGP 020-015 und DGNR 080-002) und die Zertifizierungen sind getrennt.

Kann man sich selbst bei einem Weaning-Zentrum anmelden?

Üblich ist die Anmeldung durch die behandelnde Klinik oder die Hausärztin. Einige Zentren nehmen Anfragen direkt entgegen, etwa die Thoraxklinik Heidelberg über eine Hotline oder die Fachkliniken Wangen für Heimbeatmungspatienten. Ob eine stationäre Aufnahme nötig ist, entscheidet das Zentrum nach Prüfung.

Wie finde ich ein Zentrum in meiner Nähe?

Über die Karte der WeanNet-Zentren auf pneumologie.de, die Adresse, Telefon, Leitung und das Datum der Erstzertifizierung nennt. Als erste Orientierung nach Region dient die Tabelle in diesem Beitrag.

Übernimmt die Krankenkasse die Behandlung im Weaning-Zentrum?

Die Verlegung in ein Weaning-Zentrum ist eine Krankenhausbehandlung; Einzelheiten zu Kostenübernahme und Zuzahlung klärt der Sozialdienst der Klinik mit der Krankenkasse. Für die Zeit danach regelt § 37c SGB V die außerklinische Intensivpflege, die der Beitrag zur Kostenübernahme für AKI erklärt.

Was ist eine Beatmungsambulanz und wie hängt sie mit dem Weaning zusammen?

Einige Zentren betreuen Patienten mit außerklinischer Beatmung ambulant weiter, zum Beispiel die LungenClinic Grosshansdorf (seit 1990) und die Thoraxklinik Heidelberg. Die LungenClinic nennt regelmäßige Kontrollen mit nächtlicher Messung der Beatmungsqualität, die Thoraxklinik die ambulante Betreuung außerklinisch Beatmeter. Die Nachsorge ist ein eigener Teil der Versorgung.

Gibt es Weaning-Zentren für Kinder?

Die DGP-Liste weist keine Altersgruppe je Zentrum aus; ob ein Zentrum Kinder aufnimmt, erfahren Sie nur bei der Klinik selbst. Für die Versorgung von Kindern zu Hause gelten besondere Regeln, die die Seite zur Kinderintensivpflege beschreibt.

Fazit

Zertifizierte Weaning-Stationen führt die DGP-Liste mit 64 Einträgen am 18. Oktober 2026, von Waren in Mecklenburg-Vorpommern bis Wangen im Allgäu. Die zehn vorgestellten Zentren unterscheiden sich in Bettenzahl, Beatmungsformen und Nachsorge, nicht in der Grundlage: Alle stehen auf der DGP-Liste und beschreiben ihre Station auf der eigenen Website. Ob und wohin verlegt wird, entscheiden die behandelnde Klinik und das aufnehmende Zentrum. Für die Zeit danach klärt der Anspruchs-Check kostenfrei, welche Versorgung möglich ist, und der Fragebogen übermittelt Ihren Fall an die Vermittlung.

Quellen und Rechtsgrundlagen

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