Dieser Beitrag dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine ärztliche, pflegefachliche oder rechtliche Beratung. In Notfällen wählen Sie 112.
Eine Pflegetagebuch App führen nach Anbieterangaben zwei der neun hier vorgestellten Apps: fabel und Caregiver: Elderly Care Log. Die übrigen Anwendungen decken andere Zwecke ab, nämlich Anträge bei der Pflegekasse, Medikation, Rezepte, Austausch mit anderen Angehörigen, Notruf und Kommunikation bei Sprechstörung. Die Übersicht gibt jeweils nur wieder, was der Anbieter selbst veröffentlicht: Funktionen, Kosten, Plattformen. Als DiPA oder DiGA ist keine der neun Apps gekennzeichnet; warum, steht im ersten Abschnitt. Wie ein Pflegetagebuch inhaltlich aufgebaut wird, steht im Ratgeber zum Pflegetagebuch.
Die Reihenfolge richtet sich nach der Nähe zum Pflegetagebuch, also danach, ob die App Pflegeereignisse festhält und exportierbar macht. Danach folgen Apps nach Zweck. Die Platzierung ist keine Qualitätsbewertung. Stand der Anbieterseiten: Oktober 2026.
DiPA und DiGA: Was die Kennzeichnung bedeutet und warum hier keine App sie trägt
Digitale Pflegeanwendungen (DiPA) sind Anwendungen, die Pflegebedürftige oder pflegende Angehörige unterstützen und die das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in sein DiPA-Verzeichnis aufgenommen hat. Nach § 40a SGB XI umfasst der Anspruch nur Anwendungen aus diesem Verzeichnis; die Pflegekasse entscheidet auf Antrag, die erste Bewilligung ist auf höchstens sechs Monate befristet. Keine DiPA sind nach § 40a Abs. 1a unter anderem Anwendungen für den allgemeinen Lebensbedarf, zur Arbeitsorganisation von ambulanten Pflegeeinrichtungen, zur Wissensvermittlung, Information oder Kommunikation sowie zur Beantragung oder Verwaltung von Leistungen.
Der Stand: Das Bundesgesundheitsministerium schreibt im Referentenentwurf zur Änderung der DiPA-Verordnung (Bearbeitungsstand 19. Juni 2026), bisher sei keine DiPA im Verzeichnis gelistet, und beim BfArM seien nur wenige Anträge eingegangen. Eine App, die eine DiPA-Erstattung auslöst, gibt es nach dieser Quelle derzeit nicht. Prüfen Sie den Stand im Verzeichnis des BfArM, bevor Sie einer Werbeaussage glauben.
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) richten sich an Patientinnen und Patienten mit einer Erkrankung und werden ärztlich verordnet oder von der Krankenkasse genehmigt; für pflegende Angehörige sind sie selten die passende Kategorie. Keine der neun Apps nennt auf der Anbieterseite einen Verzeichniseintrag als DiGA oder DiPA, deshalb trägt hier keine diese Kennzeichnung.
Praktisch heißt das: Solange das BfArM keine Anwendung aufgenommen hat, können Sie die Kosten einer App nicht als DiPA bei der Pflegekasse geltend machen. Kostenpflichtige Abos wie bei Caregiver Pro oder Nui Care (außerhalb von AOK Bayern und Allianz PKV) tragen Sie selbst. Sobald ein Eintrag existiert, stellen Sie den Antrag bei Ihrer Pflegekasse; sie prüft die Notwendigkeit und befristet die erste Bewilligung.
Woran Sie eine verlässliche Pflege-App erkennen
Die Verbraucherzentrale NRW nennt als Kriterien für Pflege-Apps: deutschsprachig und für Deutschland geltend, aktuell (letzte Aktualisierung höchstens ein Jahr her) und kostenfrei. Weitere Merkmale sind Hilfe bei konkreten Pflegesituationen, Informationen zur Pflegeversicherung, Hinweise auf Entlastungsangebote und Checklisten. Prüfen Sie außerdem drei Punkte: Wer ist der Anbieter und wo sitzt er? Wo liegen die Daten? Lässt sich das Erfasste exportieren, wenn Sie die App wechseln?
Gesundheitsdaten sind besonders sensibel. Legen Sie nur an, was Sie für die Pflege brauchen, und lesen Sie die Datenschutzangaben des Anbieters im App-Store-Eintrag. Die Grundlagen finden Sie im Ratgeber zum Datenschutz in der Pflege. Kostenlose Online-Pflegekurse für Angehörige bieten laut Verbraucherzentrale NRW meist die Pflegekassen an. Sie sind eine Alternative, wenn Sie Wissen statt Dokumentation suchen.
Vor der Installation helfen sechs Fragen, die sich im App-Store-Eintrag und auf der Anbieterseite beantworten lassen:
- Wer ist der Anbieter, und gibt es ein Impressum mit Anschrift in Deutschland oder der EU?
- Was ist kostenlos, was kostet ein Abo, und ab wann läuft die Probezeit ab?
- Gibt es Datenschutzangaben im Store-Eintrag, und wann wurde die App zuletzt aktualisiert?
- Lassen sich Einträge als PDF oder CSV exportieren, damit Sie bei einem Wechsel nichts verlieren?
- Können mehrere Angehörige mit eigenem Zugang mitschreiben, oder teilen sich alle ein Konto?
- Ist die Funktion, die Sie brauchen, in der kostenlosen Version enthalten?
Der Nutzen einer App hängt an der Regelmäßigkeit der Einträge. Eine einfache App, die Sie täglich öffnen, bringt mehr als ein großer Funktionsumfang, den Sie nach zwei Wochen aufgeben. Beginnen Sie mit einer Funktion und erweitern Sie erst, wenn sie zum Alltag gehört.
1. fabel: Pflegejournal mit PDF- und CSV-Export
fabel wird laut App-Store-Eintrag von Carefix Digital Solutions (Pflegeleicht – Carefix Digital Solutions UG, Hamburg) angeboten und kostet nichts. Die App verwaltet Pflegeaufgaben, die an Familie, Freunde und Helfende verteilt werden können, und führt ein Pflegejournal für Zustand und Ereignisse, das sich für bis zu 90 Tage als PDF oder CSV exportieren lässt. Dazu kommen Pflegetipps mit Vorlagen für Anträge bei der Pflegekasse, ein Verzeichnis lokaler Dienstleister und ein digitaler Assistent im Chat für Fragen zur häuslichen Pflege. Bis zu drei pflegebedürftige Personen lassen sich einrichten.
Grenzen laut Eintrag: Der Eintrag weist die App als „Nur für iPhone“ aus (ab iOS 17.6); eine Android-Version nennt er nicht. Der Export ist auf 90 Tage begrenzt.
2. Caregiver: Elderly Care Log: gemeinsames Pflegetagebuch und Übergabe-PDF
Die App von CoddyKit bietet laut Anbieterseite ein gemeinsames Pflegetagebuch, Medikamentenerinnerungen mit Protokoll (eingenommen oder übersprungen), gemeinsame Aufgaben mit Zuweisung an Familienmitglieder, einen Terminkalender, gespeicherte Kontakte und einen Dienstplan. Eine Übergabeübersicht lässt sich versenden oder als PDF speichern. Sie läuft unter iOS ab 15.1 und unter Android und ist kostenlos mit Werbung; es gibt ein kostenpflichtiges Pro-Abonnement.
Grenzen laut Anbieterseite: In der kostenlosen Version sind bis zu fünf aktive Medikamentenerinnerungen möglich. Den Care Circle zum Teilen mit der Familie, mehrere betreute Personen, das Cloud-Backup und die Werbefreiheit gibt es nur in Pro. Die App bietet nach eigener Angabe keine medizinische Beratung.
3. Nui Care: Pflegeberatung, Anträge und Pflegegradrechner
Nui Care wird von der Nui Care GmbH angeboten. Laut Website beantwortet die App Fragen zur häuslichen Pflege, hilft bei der Optimierung des Pflegebudgets, unterstützt bei Anträgen und bietet persönlichen Kontakt zu Pflegeexperten, einen Pflegegradrechner und Checklisten. Sie ist im App Store und bei Google Play erhältlich, der Pflegegradrechner zusätzlich als Webversion.
Grenzen laut Website: Kostenlos ist die App für Mitglieder der AOK Bayern und der Allianz PKV. Bei anderen Krankenkassen gibt es 14 Tage zum Testen, danach nennt die Seite 9,99 EUR, ohne einen Abrechnungszeitraum anzugeben. Ein Pflegetagebuch erwähnt die Seite nicht.
4. DAK Pflege-App: Anträge, Leistungsrechner und Forum, auch für Versicherte anderer Kassen
Die DAK-Gesundheit hat die Pflege-App gemeinsam mit der Nui Care GmbH entwickelt. Laut DAK ist sie kostenlos, auch für Versicherte anderer Krankenkassen. Sie richtet sich vor allem an pflegende Angehörige und Zugehörige, kann aber auch von Pflegebedürftigen genutzt werden. Die Seite nennt Pflegewissen zu Krankheitsbildern und Pflegeleistungen, eine Übersicht über Ansprüche und Antragswege, einen Leistungsrechner, Schritt-für-Schritt-Checklisten (etwa zu Tages- und Nachtpflege, Vorsorgevollmacht und Entlastungsbetrag) und ein moderiertes Forum. Pflegeanträge lassen sich laut DAK direkt in der App stellen.
Grenzen laut Seite: Ein Pflegetagebuch erwähnt die DAK nicht. Die App ersetzt nicht die Antragstellung beim Pflegegrad im Detail; sie führt durch den Weg.
5. MyTherapy: Medikamentenerinnerung und Messwerte-Tagebuch
MyTherapy ist ein Produkt von smartpatient und laut Website kostenlos („ist und bleibt kostenlos“). Die App erinnert an Medikamente, Messungen und Arzttermine, fragt Symptome ab, prüft Wechselwirkungen, warnt bei knappen Vorräten und löst E-Rezepte ein. Messwerte wie Blutdruck oder Blutzucker lassen sich in einem Tagebuch festhalten, und der Medikamentenplan ist für Arztgespräche exportierbar. Es gibt Apps für iOS und Android.
Grenzen laut Website: Einen Status als Medizinprodukt nennt die Seite nicht, ein PDF-Export wird nicht ausdrücklich genannt, nur ein exportierbarer Medikamentenplan. Welche Medikamente in welcher Dosis gegeben werden, legt die behandelnde Ärztin fest, nicht die App.
6. Das E-Rezept: Rezepte verwalten und einlösen
Die App „Das E-Rezept“ gibt die gematik heraus. Sie verwaltet und löst E-Rezepte ein, ist laut gematik kostenfrei erhältlich und läuft unter iOS und Android. Die Anmeldung erfolgt nach Angabe der gematik über die ePA-App oder die E-Rezept-App der Krankenkasse. Für Angehörige, die regelmäßig Rezepte für eine pflegebedürftige Person abholen, spart sie Wege.
Grenzen laut Seite: Die App deckt nur das E-Rezept ab, kein Pflegetagebuch und keine Aufgabenverteilung. Wie Sie als Angehörige Zugriff auf die Rezepte einer anderen Person erhalten, regelt die Krankenkasse der versicherten Person.
7. in.kontakt: Austausch unter pflegenden Angehörigen
in.kontakt ist die App des Vereins wir pflegen e.V. (Turmstraße 4, Berlin), der Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger. Sie bietet laut Vereinsseite Chat-Kanäle mit anderen pflegenden Angehörigen, offene Runden und 1:1-Chats; für Selbsthilfegruppen lassen sich private Kanäle einrichten. Die App ist kostenfrei und für iOS und Android verfügbar.
Grenzen laut Seite: Die App dient dem Austausch, nicht der Dokumentation. Zur Registrierung macht die Vereinsseite keine Angaben. Die Förderer nennt die Seite für die heutige App nicht ausdrücklich.
8. nora: Notruf ohne Sprechen
nora ist laut eigener Website die offizielle Notruf-App der Bundesländer. Sie setzt einen Notruf an Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ohne Sprechen ab und übermittelt den Standort über die Standortfunktion des Geräts. Ein Demo-Modus erlaubt das Üben, ohne dass eine Leitstelle kontaktiert wird. Die App ist kostenfrei für iOS und Android; bei der Registrierung geben Sie Mobilnummer und Namen an, weitere persönliche Daten sind optional.
Grenzen laut Seite: Eine Chatfunktion nennt die Seite nicht. Die App ersetzt keinen Notfallplan. Bei Menschen mit Trachealkanüle oder Beatmung gehört die schriftliche Notfallplanung dazu, die der Ratgeber zum Notfall bei Tracheostoma und Heimbeatmung beschreibt.
9. LetMeTalk: Bildsymbole mit Sprachausgabe
LetMeTalk ist eine Kommunikationshilfe für Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt sprechen können. Laut App-Store-Eintrag gibt der Entwickler AppNotize UG die App kostenlos ab und finanziert sie über Spenden. Nutzerinnen und Nutzer reihen Bildsymbole zu Sätzen aneinander, die die App vorliest. Der Eintrag nennt über 9.000 Symbole von ARASAAC, eigene Fotos lassen sich ergänzen, und die App funktioniert ohne Internetverbindung. Deutsch gehört zu den unterstützten Sprachen.
Grenzen laut Eintrag: Der App-Store-Eintrag weist bei den Datenschutzangaben „No Details Provided“ aus; der Entwickler verlinkt eine Datenschutzerklärung auf seiner Website. Ob eine Kommunikationshilfe zur Person passt, klärt die behandelnde Logopädin oder das Behandlungsteam; Sprechventile und Sprechkanülen sind ein eigenes Thema im Vergleich zu Sprechventilen und Sprechkanülen.
Welche App zu welchem Zweck passt
| Zweck | Anwendung | Kosten laut Anbieter | Plattform |
|---|---|---|---|
| Pflegetagebuch mit Export | fabel | kostenlos | iPhone |
| Pflegetagebuch und Übergabe-PDF | Caregiver: Elderly Care Log | kostenlos mit Werbung, Pro-Abo | iOS, Android |
| Wissen, Rechner, Anträge | Nui Care | kostenlos für AOK Bayern und Allianz PKV, sonst nach 14 Tagen 9,99 EUR | iOS, Android |
| Wissen, Rechner, Anträge | DAK Pflege-App | kostenlos, auch für Versicherte anderer Kassen | iOS, Android |
| Medikation und Messwerte | MyTherapy | kostenlos | iOS, Android |
| E-Rezepte | Das E-Rezept | kostenfrei | iOS, Android |
| Austausch mit Angehörigen | in.kontakt | kostenfrei | iOS, Android |
| Notruf ohne Sprechen | nora | kostenfrei | iOS, Android |
| Kommunikation mit Bildsymbolen | LetMeTalk | kostenlos, spendenfinanziert | iOS, Android |
Die Tabelle fasst nur zusammen, was in den Abschnitten steht. Mehrere Apps lassen sich kombinieren: ein Tagebuch für die Dokumentation, die Kassen-App für Anträge, eine Medikations-App für die Einnahme. Legen Sie nicht dieselben Daten in drei Apps doppelt an, sondern bestimmen Sie eine App als Hauptverzeichnis.
Pflegetagebuch App oder Vorlage: Nutzen bei der Begutachtung
Ein Pflegetagebuch zahlt sich bei der Begutachtung aus, weil es den Alltag in konkrete Beispiele übersetzt, ob auf Papier oder in einer Pflegetagebuch App. Wie der Medizinische Dienst vorgeht, steht im Ratgeber zur Begutachtung durch den Medizinischen Dienst. Wer kein Smartphone nutzen will oder ein druckfähiges Blatt braucht, erzeugt mit der Pflegetagebuch-Vorlage eine Vorlage zum Ausdrucken. Weitere Rechner und Vorlagen bündelt die Übersicht der Tools.
Halten Sie fest, bei welchen Verrichtungen die Person Hilfe braucht, welche Art von Hilfe nötig ist (Anleitung, teilweise oder vollständige Übernahme) und warum es allein nicht geht, zum Beispiel wegen Schwindel, Atemnot oder Unruhe. Minutenangaben sind dafür kein Maßstab mehr; warum, erklärt der Beitrag zum Zeitaufwand beim Pflegegrad. Schreiben Sie über mindestens eine typische Woche, auch an schlechten Tagen. Der Pflegegrad ergibt sich aus dem Begutachtungsinstrument nach § 15 SGB XI mit Punkten, nicht aus der Zahl der Einträge; die Einträge belegen die Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit nachvollziehbar. Wer Pflege rund um die Uhr organisiert, findet den Vergleich der Vermittler für 24-Stunden-Betreuung; bei Bedarf an Fachpflege hilft der Anspruchs-Check. Wenn die Dokumentation zeigt, dass die Pflege zu Hause nicht mehr allein zu leisten ist, hilft die Suche nach einem ambulanten Pflegedienst in Ihrer Nähe; bei Beatmung oder Trachealkanüle führt der Weg zur Vermittlung eines Intensivpflegedienstes.
FAQ – Apps für pflegende Angehörige
Gibt es eine App, die die Pflegekasse bezahlt?
Der Anspruch auf digitale Pflegeanwendungen (DiPA) besteht nach § 40a SGB XI nur für Anwendungen im BfArM-Verzeichnis. Laut Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vom 19. Juni 2026 war dort bisher keine DiPA gelistet. Eine erstattungsfähige App gibt es nach dieser Quelle derzeit nicht.
Was ist der Unterschied zwischen DiPA und DiGA?
DiGA sind digitale Gesundheitsanwendungen für Patientinnen und Patienten mit einer Erkrankung, DiPA sind digitale Pflegeanwendungen für Pflegebedürftige und, nach § 40a Abs. 1a SGB XI, auch für pflegende Angehörige. Beide müssen im Verzeichnis des BfArM stehen, um erstattungsfähig zu sein.
Welche App führt ein Pflegetagebuch?
Nach den Angaben der Anbieter führen fabel (Pflegejournal mit PDF- und CSV-Export für bis zu 90 Tage, nur iPhone) und Caregiver: Elderly Care Log (gemeinsames Pflegetagebuch mit Übergabe-PDF, iOS und Android) ein Tagebuch. Für einen Ausdruck gibt es zusätzlich die Vorlage auf dieser Website.
Ist die DAK Pflege-App nur für DAK-Versicherte?
Nein. Die DAK schreibt auf ihrer Seite, die App sei kostenlos, auch wenn Sie bei einer anderen Krankenkasse versichert sind. Sie wurde gemeinsam mit der Nui Care GmbH entwickelt und ist im Apple App Store und bei Google Play erhältlich.
Was kostet Nui Care?
Für Mitglieder der AOK Bayern und der Allianz PKV ist die App laut Website kostenlos. Bei anderen Krankenkassen gibt es 14 Tage zum Testen, danach nennt die Seite 9,99 EUR, ohne den Abrechnungszeitraum anzugeben. Fragen Sie vor dem Abschluss nach den Konditionen.
Kann ich mit einer App einen Pflegegrad beantragen?
Teilweise. Mehrere Apps unterstützen bei Anträgen; die DAK schreibt, Pflegeanträge ließen sich direkt in der App stellen. Rechtlich entscheidet die Pflegekasse nach der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst. Die Schritte beschreibt der Ratgeber zum Pflegegrad beantragen.
Sind Medikamenten-Apps sicher genug?
Als Erinnerung ja, als Ersatz für den ärztlichen Plan nein. MyTherapy nennt auf der Website keinen Status als Medizinprodukt. Lassen Sie den Medikationsplan von der behandelnden Ärztin oder der Apotheke prüfen und gleichen Sie die App mit dem ausgedruckten Plan ab.
Wie schütze ich Gesundheitsdaten in einer Pflege-App?
Legen Sie nur notwendige Angaben an, lesen Sie die Datenschutzangaben im Store-Eintrag, nutzen Sie eine Bildschirmsperre und exportieren Sie Daten regelmäßig. Meiden Sie Apps ohne erkennbaren Anbieter. Die Verbraucherzentrale rät außerdem zu aktuellen, deutschsprachigen Apps.
Gibt es eine Hilfe zur Kommunikation bei Sprechstörung?
Ja, zum Beispiel LetMeTalk. Die App setzt Bildsymbole zu Sätzen zusammen und liest sie vor, laut App-Store-Eintrag kostenlos und offline nutzbar. Ob das passt, klärt das Behandlungsteam. Bei Trachealkanüle sind Sprechventil und Sprechkanüle weitere Optionen, über die die Ärztin entscheidet.
Hilft eine App im Notfall?
Nur ergänzend. Die Notruf-App nora setzt laut Website einen Notruf ohne Sprechen ab und übermittelt den Standort, ersetzt aber keinen schriftlichen Notfallplan. Bei Heimbeatmung bleibt der Notruf 112 mit klaren Angaben zu Gerät und Diagnose der Weg.
Gibt es Austausch mit anderen pflegenden Angehörigen?
Ja. Die App in.kontakt des Vereins wir pflegen e.V. bietet Chat-Kanäle, offene Runden und 1:1-Chats und ist laut Vereinsseite kostenfrei für iOS und Android. Der Austausch ersetzt keine Pflegeberatung nach § 7a SGB XI.
Ist diese Liste eine Empfehlung?
Nein. Sie gibt wieder, was Anbieter über ihre Apps selbst veröffentlichen (Stand: Oktober 2026). Funktionen, Preise und Verfügbarkeit ändern sich. Prüfen Sie den aktuellen Store-Eintrag, bevor Sie Daten anlegen.
Fazit
Für die Pflegedokumentation führen fabel und Caregiver: Elderly Care Log nach Anbieterangabe ein Tagebuch mit Export, die Kassen-Apps von DAK und Nui Care bündeln Wissen und Anträge, MyTherapy und Das E-Rezept helfen bei Medikamenten und Rezepten. Eine erstattungsfähige DiPA gab es laut Bundesgesundheitsministerium bis Juni 2026 nicht. Wer eine druckbare Alternative sucht, nutzt die Pflegetagebuch-Vorlage; bei Fragen zur Pflegeform hilft der Anspruchs-Check.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- § 40a SGB XI: Digitale Pflegeanwendungen
- § 15 SGB XI: Ermittlung des Grades der Pflegebedürftigkeit, Begutachtungsinstrument
- Bundesgesundheitsministerium: Referentenentwurf Erste Verordnung zur Änderung der Digitale Pflegeanwendungen-Verordnung (Bearbeitungsstand 19.06.2026)
- Verbraucherzentrale NRW: Pflegende Angehörige, Unterstützung durch digitale Angebote
- gematik: E-Rezept


